Monika Lutz

Wie alles begann


Vom Workaholic zum Burnout

... oft 60 Stunden die Woche gearbeitet, immer erreichbar und Schlaf war überbewertet...
 die Arbeit hatte sich zum einzigen Lebensinhalt entwickelt. Es war höchste Zeit, die Notbremse zu ziehen. Ich hatte den schmalen Grad gesundheitliche Probleme 
zu bekommen, bereits überschritten.


Leistungsdruck im Job und Work-Life-Balance ist nur Theorie.

 

 Mein Burnout ging mit zahlreichen körperlichen, seelischen und psychosomatischen Symptomen einher. .....chronische Müdigkeit, Reizbarkeit, Stimmungsschwankungen, zunehmende Ungeduld und Ärger über mich selbst, innere Unruhe und Nervosität. 

Die meisten kennen den Song von Tim Bendzko? 
"Muss nur noch kurz die Welt retten....."
Das Lied hat bei mir gepasst, wie die Faust aufs Auge..... 

...ich musste also mein Leben komplett ändern...

....durch meine Depression zog ich mich nämlich aus meinem sozialen Umfeld zurück, weil mir zum Beispiel 
die Kraft für Gespräche gefehlt hat. 
Ich verlor komplett das Interesse für Menschen und Dinge, 
die mir vorher wichtig waren. 
Mein Selbstwertgefühl war total im Eimer und ich dachte, dass ich es nicht mehr wert bin, geliebt oder geschätzt zu werden.

Meine Kaninchen waren mir gegenüber vorurteilsfrei: 
Sie reagierten unabhängig vom Aussehen, dem Status oder meiner aktuellen Befindlichkeit wohlwollend und 
freundschaftlich auf  mich.

Kaninchen helfen gegen die Einsamkeit

Wenn ich nach Hause kam, war da jemand,
der mich freudig erwartet hat 
Meine Kaninchen vermittelten mir das
Gefühl, gebraucht zu werden.
Ich habe stets einen Ansprechpartner zur Verfügung, der geduldig alle Sorgen und Probleme anhört. Auch wenn das Tier mich nicht verstehen kann, hilft es mir schon, 
wenn ich meine Sorgen aussprechen kann.

Mein sozialer Rückzug wurde auf einmal durch meine kleine Kaninchenzucht komplett ausgebremst. Ich kam zwangsläufig mit vielen anderen Menschen, die sich für meine Kaninchen interessierten in Kontakt. Über Kaninchen lässt sich darüber hinaus hervorragend reden – 
und das auch mit vorher völlig Unbekannten.


Die Kaninchen haben meinen Tagesablauf wieder strukturiert

....morgens aufzustehen stellte für mich
eine besondere Herausforderung dar.
 Ställe säubern, das Futter auffüllen,  Kaninchen bürsten oder einfach nur stundenlang zuschauen.
Damit konnte ich meine Antriebslosigkeit überwinden.
Übrigens sind Kaninchen-Besitzer unter den Tierhaltern in gewisser Weise besonders bevorteilt: Sie müssen durch die Außenstallhaltung regelmäßig nach draußen.
Die Bewegung an der frischen Luft hat nämlich ebenfalls einen positiven Einfluss auf meine seelische Gesundheit. 


Streicheleinheit für Körper und Seele

Der enge Kontakt zu meinen kleinen Freunden wirkte sich positiv auf mein Wohlbefinden aus.
Alleine die Berührung erhöhte wieder meine Zufriedenheit
und linderte meine Spannungsgefühle.
Studien haben übrigens ergeben, dass der Körper bei der gemeinsamen Zeit mit Tieren verstärkt Serotonin ausschüttet. Dieses Hormon kann Stress verringern und hat dadurch meine Entspannung gefördert und  
die schreckliche Depression gelindert. 

Auslauf Teddyzwergkaninchen

...ja, und wie begann es nun genau mit den Kaninchen?

....2016 habe ich mir zwei putzig, süße Kaninchenbabys gekauft.
 Zwei kleine Buben, die ich damals schnellstens kastrieren lassen hab, weil ich einfach dachte, dass zwei Kaninchen schließlich auch genug sind. 
 ...aber es kam alles ganz anders... ...ich hab mich total in die beiden verliebt.

Einstein und Romeo.


 Dann hat mir mein Freund ein wunderschönes Hasenhäuschen gebaut und ich wollte mehr von den süßen, kleinen Wesen, die mir so viel Freude in mein Leben gebracht haben.
 
 ...und ich habe mich sehr intensiv über Kaninchen informiert.

Ich fand heraus, dass es Teddyzwergkaninchen gibt!


...und es war für mich gleich klar, dass ich ganz viel über diese 

niedlichen Tierchen erfahren wollte.

ABER, es ist gar nicht so einfach! Wenn man denkt, och, ich kauf mir ein paar Kaninchen, lass sie sich mal schnell vermehren und alles ist gut! Weit weg! 

Zuerst gab es nämlich ein paar ganz schwere Rückschläge...und ich war sogar kurz davor alles wieder aufzugeben. 


 ...denn obwohl ich alle Impfungen, die mir mein Tierarzt empfohlen hatte, durchführen lassen hab, sind meine kleinen, süßen Neuzugänge gestorben. Ich war totunglücklich. Konnte es einfach nicht fassen. WAS hab ich falsch gemacht? Falsches Futter? Irgendwo Gift? Falscher Umgang mit den kleinen Kaninchen? Ich musste es genau wissen und gab ein Kaninchen ins Labor, um nach der Todesursache zu forschen. Dort stellte sich heraus, dass RHD2 die Ursache war und 

diese Impfung bei meinen Kaninchen noch nicht durchgeführt wurde.  


RHD2 ist ein Virus das sich seuchenhaft in noch nie dagewesener Form über ganz Deutschland ausbreitet. Keine Region ist verschont geblieben, in ganz Deutschland sterben massenhaft ganze Bestände. Die Tiere zeigen kaum/keine Voranzeichen und versterben innerhalb von Stunden. Kaum ein Tier überlebt. Die normale RHD und Myxomatose sind im Vergleich zur RHD2 fast schon harmlos, da sie in den letzten Jahren nie so verbreitet waren, wie nun die RHD2. Aber auch die Myxomatose ist wieder relativ stark verbreitet 

(mehr dazu nachzulesen unter:  www.kaninchenwiese.de).  


Das schlimme ist, dass RHD2 auch durch kontaminiertes Futter (insbesondere Grünfutter aus Gebieten mit infizierten Wildkaninchen/Feldhasen, (auch abgepacktes) Heu, 

Gemüse aus dem Supermarkt, Trockenfutter…) übertragen werden kann.

Diese Krankheit ist so dermaßen aggressiv , dass meine Tierärztin jetzt auch ihr Impfprogramm um diesen Impfstoff erweitert hat (Filavac).


  

Der Mensch und andere Tiere (auch Nager und Meerschweinchen) können sich mit dem Virus nicht infizieren, sie sind immun. Hauptsächlich betroffen sind heranwachsende Jungtiere die nicht mehr durch die Muttermilch immun sind (wie in den ersten vier bis sechs Lebenswochen – sie erkranken nicht, können jedoch den Erreger übertragen) und ausgewachsene Kaninchen sofern sie nicht gegen RHD2 geimpft wurden.


 Jetzt sind ALLE meine Kaninchen gegen Myxomatose, RHD1 UND RHD2 geimpft.

Ich lasse meine Babys meistens sogar ab der 4./5. Woche impfen und warte nicht die empfohlenen 12 Wochen ab. Allerdings auf Empfehlung aus diversen Kaninchengruppen, bei denen ich Mitglied bin, lasse ich die Babys nach weitern 6 Wochen ein 2. mal mit Filavac impfen..... und ich fahre gut mit der frühen Impfung und der 2. Impfung im 1. Jahr und die Kleinen verkraften die Impfung gut.
Nachdem diese Impfung sehr teuer ist und einmal jährlich durchgeführt werden muss, biete ich allen neuen Kaninchen-Besitzern an,  an "Sammelimpfterminen" teil zu nehmen. Ich frage dann immer die neuen Besitzer, ob sie in meine WhatsApp-Gruppe "RHD2" aufgenommen werden wollen und schreibe immer die Impftermine in die Gruppe.
Des Weiteren steht der nächste Impftermin auch immer auf meiner
Homepage.
 
Ich habe meine Probleme so ausführlich beschrieben, damit es anderen nicht ebenso geht, wie mir und ihr nicht auch so unbeschwert in die Kaninchenhaltung geht, 

wie ich das leider gemacht habe...


Bisher habe ich Glück und ich hoffe, dass ich sowas NIE mehr erleben muss.


Allerdings möchte ich an dieser Stelle nochmal darauf aufmerksam machen, dass ich Todesfälle mit RHD2 hatte. Das bedeutet, dass meine Kaninchen jetzt (wenn sie vom Käufer auch weiterhin regelmäßig dagegen geimpft werden) sehr unwahrscheinlich an dieser sehr agressiven Chinaseuche erkranken 

- ABER - 

wenn jemand bereits selber Kaninchen hat, die nicht mindestens 2-3 Wochen vor Aufnahme eines meiner Kaninchen gegen RHD2 geimpft wurden, sehe ich die Gefahr als sehr groß an, die eigenen Kaninchen damit anzustecken!! Dann lieber keines meiner Kaninchen kaufen oder "reservieren", eigene Kaninchen impfen und mindestens 2-3 Wochen warten. 

Ich schreibe diese Warnung, obwohl ich bei www.kaninchenwiese.de diese Aussage nicht so ganz bestätigt bekommen habe. 

Zitat "Kaninchenwiese":

"durch eine Impfung wird ein Kaninchen nicht zu einem Überträger von Krankheiten, dazu müsste es erkranken oder den Viren in einer wesentlich größeren Anzahl als bei einer Impfung ausgesetzt sein, um sie auszuscheiden etc. Dennoch stellen andere Kaninchen für ungeimpfte Kaninchen immer eine Gefahr dar, genauso wie auch Heu usw. denn RHD1- und RHD2-Viren können überall sein. Eine Impfung ist daher dringend zu empfehlen. 

Liebe Grüße Freya vom Kaninchenwiese-Team"

...auch wenn ich deswegen jetzt vielleicht das eine oder andere Kaninchen 

nicht verkaufen werde, so ist es mir lieber, als wenn vielleicht durch "meine Schuld" 

andere Kaninchen sterben müssen... 


 ..tja, und dann gings los. 



Vorab aber erst noch ein Hinweis zu meinen Fotos: ich bin nicht der Fotoprofi...also bitte nicht böse sein, wenn manche Häschen vielleicht rote Augen haben...tatsächlich haben fast keine meiner Kaninchen rote Augen oder Fotos sind vielleicht etwas verwackelt... ich mach auch nur mit meinem Handy die Fotos ....

Trotzdem denke ich, dass man auf meiner Homepage einen ganz guten Einblick bekommt.

Neuigkeit! seit Januar 2019 hab ich mir jetzt eine idiotensichere Kamera gekauft und jetzt wollen wir mal sehen, ob die Bilder auch tatsächlich besser werden.....


Viel Spass auf meiner Homepage!

Kaninchen Freilauf